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Der Flow - Pause für unseren Arbeitsspeicher Frontallappen

Der sogenannte Frontallappen, vorderer Teil des Cortex bis zur Zentralfurche, auch Stirnlappen genannt, ist der Regisseur unseres Gehirns, Träger unserer Kultur. Hier sitzt unsere Persönlichkeit, laufen die höheren geistigen Funktionen ab. Hier ist unsere Schaltzentrale. Gönnen wir ihm hin und wieder eine Pause, um ein Überhitzen, ein Durchbrennen der Sicherungen, einen Systemabsturz verhindern.



Kaum jemand von uns meditiert wirklich regelmäßig. Obwohl wir alle wissen, wie wunderbar die Wirkungen sind. Es gibt immer so viel zu tun...

Zum Glück gibt es noch einen anderen Weg, unsere Hirnfrequenz zu senken, um mit den eigenen Gedanken und Gefühlen, dem ganzen Sein zur Ruhe und Entspannung zu kommen.

Gönnen wir unserem Frontallappen eine Pause.

Unser sogenannter Frontallappen, vorderer Teil des Cortex bis zur Zentralfurche, auch Stirnlappen genannt, ist der Regisseur unseres Gehirns, Träger unserer Kultur. Hier sitzt unsere Persönlichkeit, laufen die höheren geistigen Funktionen ab. Hier ist unsere Schaltzentrale.

Du kannst dir vorstellen, dass unser „Lappen“ damit intensiv beschäftigt ist. Es ist ein ständiges achtsam Sein und Nachdenken, Entscheiden und Planen, Reflektieren und Korrigieren. Viele Programme laufen gleichzeitig ab, kämpfen um unsere Ressourcen. Doch irgendwann ist unser Arbeitsspeicher voll...

 

Training für unser Gehirn

Früher dachte man, ein Gehirn müsse ständig angeregt werden, um leistungsfähig zu werden und zu bleiben. Inzwischen fanden Neurologen und Psychologen heraus, dass diese ständige Belastung schnell zu einer Überlastung führt. Und dass die Kunst darin besteht, die verschiedenen Bereiche unseres Gehirns aktiv zu fordern, aber auch zwischendurch ganz bewusst auszuschalten, ihnen Zeit zur Regeneration zu geben. Arne Dietrich, Doktor der Psychologie und Universitäts-Professor, prägte Anfang des 21. Jahrhunderts dafür den Begriff der transienten Hypofrontalität.

Wann immer wir unserem Frontallappen eine Pause gönnen, kommen wir in diesen, unseren Flow. In diesen Zustand des völligen In-uns-Versinkens. Des Gefühls, alles ginge uns mühelos von der Hand. Des Vergessens von Zeit und Raum.

Siegbert A. Warwirtz, deutscher Psychologe, Pädagoge und Sportwissenschaftler, vergleicht das Flow-Erleben mit unserem Spiel als Kind. Das „Urbild des Menschen im Flow ist das spielende Kind, das sich im glückseligen Zustand des Bei-sich-Seins befindet.“

Je mehr Du in Deinen Flow kommst, um so stärker reduziert dein Frontallappen seine Aktivität. Du erreichst den gleichen Effekt wie bei einer tiefen Meditation. Du kommst mit den eigenen Gedanken und Gefühlen, dem ganzen Sein zur Ruhe und Entspannung. Du

  • fühlst dich den Anforderungen gewachsen, die Schwierigkeit der Aufgabe und deine Lösungskompetenz befinden sich im Gleichgewicht

  • konzentrierst deine Aufmerksamkeit auf diese Aufgabe und auf ein begrenztes, überschaubares Handlungsfeld rund um diese Aufgabe

  • stellst dich der Aufgabe aus dir selbst heraus, weil du es möchtest, motivierst Dich also ausschließlich selbst, intrinsisch

  • bemerkst unmittelbar den Erfolg deiner Handlungen, nimmst Rückmeldungen direkt, aus der Situation heraus wahr, reflektierst, probierst und korrigierst selbst, ohne Einfluss von außen

  • verschmilzt mit der Handlung, gehst in deiner Handlung völlig auf

  • vergisst Zeit und Raum, blendest deine Umgebung aus, befindest dich im Hier und Jetzt

  • bist glücklich

 

Den Flow erleben

Was bringt dich in den Flow? Spazierengehen oder Joggen? Radfahren oder Schwimmen? Kochen oder Backen? Langsames Yoga oder Sex? Musizieren oder ein gutes Gespräch?

Wann, oder besser wobei bist du „weg von dieser Welt“, vergisst alles andere um dich herum?

Antworte spontan und ehrlich. Aus dem Bauch heraus. Nichts, wirklich nichts ist dabei peinlich.

Du wirst staunen. Denn es sind eben nicht immer deine liebsten Hobbys oder die besonders hohen Herausforderungen, die dich in deinen Flow versetzen. Manchmal sind es sogar Tätigkeiten, die wir so ganz nebenbei mal ausprobiert haben, um jemandem einen Gefallen zu tun.

Nimm dir diese Auszeiten ganz bewusst.

Gönn Deinem Frontallappen eine Pause. Schließe alle Fenster und Programme auf deinem Desktop. Fahre deinen Computer herunter. Natürlich nicht, ohne dich ordnungsgemäß abzumelden...

Du wirst sehen, dass deine Software danach wieder deutlich besser läuft.


 

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